Regierungspräsident Carsten Gabbert hat am 5. August 2026 das Kraftwerk Reckingen besucht. Empfangen wurde er vom RKR-Team, das zugleich zahlreiche weitere Gäste aus Politik, Verwaltung und Medien begrüßte – darunter Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Waldshut, der Gemeinde Küssaberg und des Landtags. Bei einem Rundgang durch die Anlage stellte das Team die geplanten Umwelt- und Investitionsmaßnahmen vor.

Planungssicherheit für sechs Jahrzehnte

Grundlage für die geplanten Investitionen sind die neue deutsche gehobene Erlaubnis und die Schweizer Konzession, welche bis 2080 gelten. Mit diesen Zulassungen verfügt das Kraftwerk über Planungssicherheit für die kommenden 60 Jahre. Die beiden Genehmigungen stehen zugleich für die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz am Hochrhein.

Was das für das Kraftwerk bedeutet, fasst Betriebsleiter Thomas Häfeli zusammen:

„Die Neukonzessionierung ist für uns nicht der Abschluss eines Verfahrens, sondern der Beginn eines neuen Kapitels. Mit den anstehenden Investitionen stärken wir die erneuerbare Stromerzeugung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Hochrheins.“

Investitionen in Umwelt und Anlagenerneuerung

16 umfangreiche Umweltmaßnahmen sind in den kommenden Jahren geplant, in die das Unternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag investieren wird. Sie sollen den Rhein als Lebensraum weiter aufwerten: Zwei neue Fischaufstiegsanlagen machen den Fluss für wandernde Fische wieder durchgängig, elf Maßnahmen werten die Rheinufer ökologisch auf, und an drei Stellen bringt das Kraftwerk gezielt Geschiebe in den Fluss ein.

Einen weiteren hohen zweistelligen Millionenbetrag wird in die umfassende Erneuerung und Modernisierung des Kraftwerks investiert. Erneuert werden unter anderem die Turbinen, die Generatoren, die gesamte Elektro- und Leittechnik, die Rechenreinigungsanlage, die Krananlagen, die Einlaufrechen, das Stauwehr sowie weitere zentrale Anlagenteile.

So bleibt die erneuerbare Stromerzeugung am Hochrhein langfristig gesichert, und die ökologische Qualität des Rheins verbessert sich weiter.

Niedrigwasser und aktuelle Berichterstattung

Beim Besuch kam auch das sommerliche Niedrigwasser im Rhein zur Sprache. Der niedrige Rheinabfluss führt derzeit zu einer verringerten Energieproduktion des Kraftwerks. Auch verschiedene Medien und Institutionen berichteten über die aktuelle Situation, den Besuch von Regierungspräsident Carsten Gabbert sowie die zukünftige Entwicklung des Standorts.